Windows 7 64Bit: HP Color LaserJet 2605dn

Nach der Installation von Windows 7 Professional 64Bit lief eigentlich fast alles problemlos: der Großteil meiner Hardware wurde erkannt und richtig konfiguriert.

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Als es jedoch an die Installation meines Netzwerkdruckers HP Color LaserJet 2605dn ging, tauchte das erste Treiberproblem auf. In der Treiberauswahl von Windows 7 waren zwar nach einem Klick auf „Windows Update“ im Bereich von HP zwar ein Treiber für 2605/2605dn/2605dtn PS verfügbar, nach dessen Installation aber die vorhandene Duplex-Einheit nicht genutzt werden konnte.

Eine kurze Recherche bei HP brachte die universellen Druckertreiber zum Vorschein:

Dank bisher guter Erfahrungen mit PCL6 unter Windows Vista x64 habe ich dann den „HP Universal Print Driver for Windows PCL6 x64“ gewählt. Die Installation verlief zunächst problemlos, doch bei der Testseite kam das böse Erwachen: Druck in schwarz-weiß und das Duplex-Drucken wollte auch noch nicht so recht.

Der Ausweg aus dem Dilemma: Der Universal Print Driver ist schon der richtige, allerdings muss ihm umständlich manuell gesagt werden, was Sache ist:

Unter Geräte und Drucker -> HP Color LaserJet 2605dn (oder euer selbstgewählter Druckername) -> Drucker anpassen -> Geräteeinstellungen muss der Gerätetyp von „Automatische Erkennung“ auf „Farbe“ gestellt sowie Modul für beidseitigen Druck von „Nicht installiert“ auf „Installiert“ gestellt werden. Dann gibts beidseitigen Druck in Farbe und bunt 🙂

VPN ins Uni-Netzwerk mit Windows 64Bit

Die Zukunft ist 64Bit. Das beweisen immer größere Kapazitäten an verbautem Arbeitsspeicher in Desktop-PCs und sogar Laptops, die lange die 4GB-Grenze hinter sich gelassen haben. Um den Arbeitsspeicher voll ausnutzen zu können, ist ein 64Bit-Betriebssystem nötig. Mitgeliefert wird da (wenn der Hersteller mitdenkt und nicht einfach ein 32Bit-System beilegt) meist Windows Vista 64Bit oder bald auch Windows 7. Um bei offenen WLANs eine sichere Verbindung aufzubauen oder uninetz-exklusive Dienste nutzen zu können, ist vom heimischen Desktop oder Laptop eine VPN-Verbindung ins Uninetz nötig.

Eine Hürde zum Aufbau einer solchen VPN-Verbindung ist jedoch insbesondere an der Uni Würzburg zum Konzentrator VPN3030 von Cisco (der beschriebene Weg kann mit angepasster Konfiguration auch an anderen Unis funktionieren) zu nehmen: Obwohl es seit langem sogar der Zugriff mit iPhone und iPod touch möglich, müssen Computer mit 64Bit Windows mangels Client derzeit draußenbleiben. Der Umweg über virtuelle Maschinen, z.B. VirtualBox erfordert einige Kniffe (siehe auch diesen Post) und ist wenig praktikabel. Zwar arbeitet das Rechenzentrum laut eigener Aussage an der Konfiguration eines neuen VPN-Konzentrators, welcher im neuen Semester WS09/10 zur Verfügung stehen soll, doch gibt es für Ungeduldige eine weitere Möglichkeit – die Nutzung eines alternativen, 64Bit-kompatiblen Clients.

Der Client

Der kostenlose Client wird von der Shrew Soft Inc. entwickelt und kann hier runtergeladen werden.

VPN-Shrewsoft

Die Development-Version ist recht aktuell und unterstützt laut Webseite auch Windows 7. Wir wählen also die 2.1.5-rc-4 (aktuelle Version Stand 05.10.2009, bitte am besten die neueste Stable Development verwenden) zum Download aus und installieren diese anschließend. Damit die Software funktioniert, muss während des Installationsprozesses die Erlaubnis zur Installation der VPN-Treiber gegeben werden. Ansonsten sind keine besonderen Einstellungen nötig. Achtung: Die Internetverbindung wird bei der Installation der VPN-Treiber kurzzeitig getrennt!

Anschließend starten wir den Access Manager des VPN-Clients (Verknüpfungen befinden sich im Startmenü, wenn bei der Installation die Standardeinstellungen belassen wurden).

VPN-AccessManager

Konfiguration

Was jetzt noch fehlt, ist natürlich die Konfiguration. Für die Uni Würzburg habe ich hier eine passende Konfigurationsdatei bereitgestellt, in der die Verbindungsparameter bereits gespeichert sind (euren Benutzernamen und Passwort müsst ihr natürlich noch selbst beim Verbindungsaufbau angeben): uni-wuerzburg.vpn (Rechtsklick, Ziel speichern unter)

Diese Konfigurationsdatei kann nun in den Client importiert werden. Dazu einfach den Import-Dialog öffnen und die heruntergeladene Datei auswählen.

VPN-Import

Verbindungsaufbau

Jetzt einfach nur noch auf „Connect“ klicken, im folgenden Dialog Benutzername und Passwort eingeben, und die VPN-Verbindung sollte auch unter 64Bit stehen. Viel Spaß! 🙂

Cisco VPN 64Bit

Da Cisco für den VPN-Konzentrator VPN3030 keinen 64Bit-Client unter Windows zur Verfügung stellt, muss für eine solche Verbindung ein etwas umständlicherer Weg genommen werden. Dazu wird unter Verwendung von VirtualBox eine virtuelle Maschine aufgesetzt, die z.B. mit Windows XP 32-Bit zu dem existierenden VPN-Client kompatibel ist.

Wichtig ist hierbei jedoch, in VirtualBox die Einstellung für das Netzwerk unter Netzwerk -> Adapter 1 -> Angeschlossen an von NAT auf Netzwerkbrücke umzustellen und so den virtuellen Netzwerkadapter mit der Host-Netzwerkkarte zu bridgen. Erst dann kann der Client mit dem VPN-Konzentrator kommunizieren und man erhält eine stabile Verbindung. Eine Alternative wäre Port-Forwarding unter NAT, was sich jedoch wegen vorherrschender Port-Belegung auf dem Host als schwierig gestaltet.

Update: VPN unter Windows 64Bit