GIMP-Plugins unter Windows kompilieren
Mit der im GIMP-Tutorial eingerichteten Entwicklungsumgebung lassen sich prinzipiell auch GIMP-Plugins für Windows kompilieren. Es empfiehlt sich jedoch dann, das bereits zur Verfügung stehende gimp-dev-Paket (Danke an elsamuko für den Hinweis) zur Erfüllung der notwendigen Abhängigkeiten zu verwenden: Download (32-bit) bzw. Download (64-bit)
Ansonsten können die Abhängigkeiten auch aus dem im GIMP-Tutorial zum Kompilieren verwendeten GIMP-Ordner C:\gimp\gimp-2.6.9\ nach einem ähnlichen Muster wie bei gegl und babl zusammengetragen werden.
Falls dann noch Fehlermeldungen auftauchen (die nicht auf fehlende Abhängigkeiten hinweisen), ist der Plugincode wahrscheinlich leider (noch) nicht plattformunabhängig und im Einzelfall (z.B. durch Anpassung des Makefiles, was aber weitere Anpassungen nötig machen kann) zu behandeln.
Lesenswert ist auch folgende ausführliche (englische) Anleitung zum Kompilieren von C-GIMP-Plugins unter Windows.
GIMP unter Windows kompilieren
Um eine aktuelle Version (derzeit 2.6.9) des Grafikbearbeitungsprogramms GIMP (GNU Image Manipulation Program) unter Windows selbst zu kompilieren, benötigt man eine ganze Reihe an Software sowie diverse Software-Bibliotheken. Im Gegensatz zu Linux bringt Windows hier von Haus aus leider recht wenig selbst mit.
1. MinGW
MinGW (Minimalist GNU for Windows) ist die Umgebung, in der wir GIMP kompilieren werden. Die aktuelle Version (derzeit 5.1.6) kann von Sourceforge heruntergeladen werden: Download
Bei der Installation von MinGW benötigen wir die MinGW base tools, MinGW Make und den g++ compiler. Man kann natürlich auch einfach alle Komponenten installieren, um für andere Projekte mit z.B. Java schon jetzt gerüstet zu sein. Am besten auch das Standardverzeichnis C:\MinGW beibehalten, da die nachfolgenden Beschreibungen und Skripte dies voraussetzen und ansonsten angepasst werden müssten.
2. MSYS
MSYS (Minimal System) ist eine Reihe von GNU Programmen, die zum Kompilieren benötigt werden, wie z.B. bash, make, grep, etc. - und wird jetzt als nächstes in der Version 1.0.11 heruntergeladen und in sein Standardverzeichnis C:\msys\1.0 installiert: Download
Nach der Installation erscheint ein Konsolenfenster, dessen Fragen wie folgt beantwortet werden:
- Do you wish to continue with the post install? -> y
- Do you have MinGW installed? -> y
- Where is your MinGW installation? -> c:/mingw (Achtung, hier nicht den Backslash "\" verwenden!)
Alle neueren Versionen von MSYS sind noch nicht als Paket verfügbar und daher deutlich umständlicher zu installieren. Version 1.0.11 reicht für unsere Zwecke aber vollkommen aus.
3. Perl
Weiterhin benötigen wir noch Perl, z.B. von ActivePerl von ActiveState: Download
Hier bitte das zur Systemarchitektur passende Paket auswählen (32bit, x86 oder 64bit, x64), ansonsten kann jede Version gewählt werden (z.B. aktuelle stable Version 5.10.1.1007) und in C:\Perl installieren.
Um sicherzustellen, dass Perl in der Kommandozeile verwendet werden kann, müssen noch Umgebungsvariablen gesetzt werden. Diese sind bei Windows 7 unter Systemsteuerung -> System und Sicherheit -> System -> Erweiterte Systemeinstellungen -> Umgebungsvariablen zu erreichen.
Bei den Benutzervariablen wird hier entweder eine neue Variable PATH angelegt und gefüllt bzw. falls diese existiert mit folgendem Inhalt ergänzt:
c:\mingw;C:\Mingw\bin;C:\mingw\mingw32\bin; c:\msys\1.0\bin;c:\perl\bin
Weiterhin wird hier noch die Variable PKG_CONFIG_PATH angelegt und auf
C:\MinGW\lib\pkgconfig
gesetzt. Dies wird später noch benötigt.
Falls man sich bei der Installation von MinGW oder MSYS für andere Pfade entschieden hat, muss man diese Werte natürlich sinngemäß anpassen. In der Eingabeaufforderung von Windows (zu erreichen über Start -> cmd.exe -> Enter) kann durch Eingabe von
perl
die Funktion von Perl getestet werden. Wenn keine Fehlermeldung erscheint, hat es funktioniert (mit Strg+C abbrechen).
4. wget und unzip für Windows
Die Windowsversion von wget kann hier heruntergeladen werden: Download
Die wget.exe aus dem Archiv in das Verzeichnis C:\MinGW entpacken.
Die Windowsversion von unzip kann hier heruntergeladen werden: Download
Den ganzen Inhalt des Archivs in das Verzeichnis C:\MinGW entpacken.
5. GIMP Quelltext
Der Quelltext der aktuellen GIMP-Version (stable, 2.6.9) kann von folgendem FTP-Server heruntergeladen werden: Download
Den heruntergeladenen Quelltext entpacken wir nach C:\gimp (Order ggf. vorher anlegen) - durch die im Archiv enthaltene Ordnerstruktur liegen diese nun in folgendem Ordner: C:\gimp\gimp-2.6.9
6. Grundlegende Bibliotheken
Nun verwenden wir eine Kombination der soeben installierten Tools wget und unzip, um grundlegende Bibliotheken für das Kompilieren von GIMP zu installieren. Über ein Skript wird der Download und die Installation dieser Bibliotheken stark vereinfacht, da man diese ansonsten manuell herunterladen und entpacken müsste. Die untenstehende Version des Skripts basiert auf einem veralteten Tutorial zum Kompilieren von GIMP.
#!/bin/sh MINGW="/mingw/" TMP_DIR="c:/temp" GLIB_BASE="http://ftp.gnome.org/pub/gnome/binaries/win32/glib/2.22/" GLIB_PACKAGES="glib_2.22.5-1_win32 glib-dev_2.22.5-1_win32" GTK_BASE="http://ftp.gnome.org/pub/gnome/binaries/win32/gtk+/2.20/" GTK_PACKAGES="gtk+-bundle_2.20.0-20100406_win32" GTK_DEP_BASE="http://ftp.gnome.org/pub/gnome/binaries/win32/dependencies/" GTK_DEP_PACKAGES="gettext-tools-0.17 gettext-runtime-0.17-1 gettext-runtime-dev-0.17-1 pkg-config_0.23-3_win32 libiconv-1.9.1.bin.woe32" LIBART_BASE="ftp://ftp.gnome.org/pub/gnome/binaries/win32/libart_lgpl/2.3" LIBART_PACKAGES="libart_lgpl-2.3.17 libart_lgpl-dev-2.3.17" MINGW_BASE="http://heanet.dl.sourceforge.net/sourceforge/gnuwin32/" MINGW_PACKAGES="libpng-1.2.37-bin libpng-1.2.37-dep libpng-1.2.37-lib jpeg-6b-4-bin jpeg-6b-4-dep jpeg-6b-4-lib tiff-3.8.2-1-bin tiff-3.8.2-1-lib freetype-2.3.5-1-bin freetype-2.3.5-1-lib zlib-1.2.3-bin zlib-1.2.3-lib libgw32c-0.4-lib libiconv-1.9.2-1-bin libiconv-1.9.2-1-dep libiconv-1.9.2-1-lib" EXPAT_BASE="ftp://ftp.jclark.com/pub/xml/" EXPAT_PACKAGE="expat" EXPAT_DLL="expat/bin/xmltok.dll" cd $TMP_DIR echo "Downloading glib packages..." for PACKAGE in $GLIB_PACKAGES; do if [ -e "$PACKAGE.zip" ]; then echo " Already there - extracting $PACKAGE."; else echo " Getting $PACKAGE."; wget "$GLIB_BASE/$PACKAGE.zip"; fi echo " Extracting $PACKAGE."; unzip -o -q "$PACKAGE.zip" -d $MINGW; done echo "OK" echo "Downloading GTK dependency packages..." for PACKAGE in $GTK_DEP_PACKAGES; do if [ -e "$PACKAGE.zip" ]; then echo " Already there - extracting $PACKAGE."; else echo " Getting $PACKAGE."; wget "$GTK_DEP_BASE/$PACKAGE.zip"; fi echo " Extracting $PACKAGE."; unzip -o -q "$PACKAGE.zip" -d $MINGW; done echo "OK" echo "Downloading GTK packages..." for PACKAGE in $GTK_PACKAGES; do if [ -e "$PACKAGE.zip" ]; then echo " Already there - extracting $PACKAGE."; else echo " Getting $PACKAGE."; wget "$GTK_BASE/$PACKAGE.zip"; fi echo " Extracting $PACKAGE."; unzip -o -q "$PACKAGE.zip" -d $MINGW; done echo "OK" echo "Downloading libart_lgpl packages..." for PACKAGE in $LIBART_PACKAGES; do if [ -e "$PACKAGE.zip" ]; then echo " Already there - extracting $PACKAGE."; else echo " Getting $PACKAGE."; wget "$LIBART_BASE/$PACKAGE.zip"; fi echo " Extracting $PACKAGE."; unzip -o -q "$PACKAGE.zip" -d $MINGW; done echo "OK" echo "Downloadung GnuWin32 packages..." for PACKAGE in $MINGW_PACKAGES; do if [ -e "$PACKAGE.zip" ]; then echo " Already there - extracting $PACKAGE."; else echo " Getting $PACKAGE."; wget "$MINGW_BASE/$PACKAGE.zip"; fi echo " Extracting $PACKAGE."; unzip -o -q "$PACKAGE.zip" -d $MINGW; done echo "OK" echo "Downloading and installing expat" if ! [ -e "$EXPAT_PACKAGE.zip" ]; then wget -q "$EXPAT_BASE/$EXPAT_PACKAGE.zip"; fi unzip -o -q "$EXPAT_PACKAGE.zip" -d . cp $EXPAT_DLL $MINGW/bin echo "OK" echo "Freetype" cp -Rp $MINGW/include/freetype2/freetype $MINGW/include/freetype
Dieses Skript in C:\gimp\gimp-dep.sh platzieren (kann auch hier heruntergeladen werden) und ein leeres Verzeichnis C:\temp anlegen. Nach dem Starten von MSYS können wir über folgende Befehle in der MSYS-Konsole das Skript starten:
cd /c/gimp sh gimp-dep.sh
Wenn alles glattgeht, lädt das Skript die benötigten Pakete nach C:\temp herunter und entpackt sie automatisch nach C:\MinGW.
7. pthreads
Zusätzlich zu den soeben installierten Bibliotheken benötigen wir außerdem noch pthreads.
Wir laden also pthreads in der aktuellen Version 2.8.0 herunter: Download
Aus diesem Archiv benötigen wir die pthread.h und die sched.h welche wir nach C:\mingw\include\ kopieren.
8. BABL und GEGL
Nun zu den beiden letzten Komponenten, die wir selbst kompilieren werden: babl und gegl. Da gegl auf babl basiert, holen wir uns zuerst babl in der Version 0.1.2: Download
Das Archiv wird wieder wie gewohnt nach C:\gimp\entpackt, so dass wir diese Ordnerumgebung erhalten: C:\gimp\babl-0.1.2
Um einen Compiler-Fehler zu verhindern, kommentieren wir in den for-Schleifen in der Datei concurrency-stress-test.c im Ordner C:\gimp\babl-0.1.2\tests alle pthread-Funktionen aus, so dass es ungefähr so aussieht:
[...]
for (i = 0; i < N_THREADS; i++)
{
// pthread_create (&threads[i],
// NULL, /* attr */
// babl_fish_path_stress_test_thread_func,
// NULL /* arg */);
}
/* Wait for them all to finish */
for (i = 0; i < N_THREADS; i++)
{
// pthread_join (threads[i],
// NULL /* thread_return */);
}
[...]
Kompiliert wird das Ganze in der MSYS Konsole so (die auftretenden Warnungen wegen nicht verwendeter Variablen kann man ignorieren):
cd /c/gimp/babl-0.1.2/ ./configure make make install
Da "make install" nicht so richtig funktioniert, müssen die so erhaltenen Dateien aus C:\gimp\babl-0.1.2 manuell kopiert werden:
- Das Verzeichnis babl komplett nach C:\mingw\include\, so dass dort C:\mingw\include\babl entsteht
- Alle Headerdateien *.h aus dem Verzeichnis babl nochmal direkt nach C:\mingw\include
- Das Verzeichnis .libs aus babl nach C:\mingw\lib\ kopieren, so dass dort C:\mingw\lib\.libs entsteht
- Die Datei libbabl-0.1.la aus babl nach C:\mingw\lib\
- Die Datei babl.pc aus dem Stammverzeichnis von babl nach C:\mingw\lib\pkgconfig\
Damit sind alle Voraussetzungen erfüllt, um das gleiche Spiel mit gegl durchzuziehen: Download
Wie vorher nach C:\gimp\ entpacken, und dann wieder in der MSYS Konsole kompilieren (dauert eine Weile):
cd /c/gimp/gegl-0.12/ ./configure make make install
Auch die hier erhaltenen Dateien müssen wieder aus C:\gimp\gegl-0.1.2 manuell kopiert werden:
- Das Verzeichnis gegl komplett nach C:\mingw\include\, so dass dort C:\mingw\include\gegl entsteht
- Alle Headerdateien *.h aus dem Verzeichnis gegl nochmal direkt nach C:\mingw\include
- Alle Headerdateien *.h aus den Unterverzeichnissen gegl/buffer, gegl/graph, gegl/module, gegl/operation, gegl/process und gegl/property-types nochmal direkt nach C:\mingw\include
- Das Verzeichnis gegl/operation nach C:\mingw\include, so dass dort C:\mingw\include\operation entsteht
- Das Verzeichnis .libs aus gegl nach C:\mingw\lib\ kopieren, so dass es dort in das von babl vorhandene C:\mingw\lib\.libs integriert wird
- Die Datei libgegl-0.1.la aus gegl nach C:\mingw\lib\
- Die Datei gegl.pc aus dem Stammverzeichnis von gegl nach C:\mingw\lib\pkgconfig\
9. Endlich GIMP kompilieren
Wenn bis hierher alles glatt gegangen ist, können wir nun endlich GIMP (ohne Python) kompilieren. Wer gern Python mag, kann Python installieren (analog wie Perl) und die Konfigurationsanweisung weglassen. Wie immer in der MSYS Konsole folgende Befehle ausführen (nach "make" + Enter am besten Kaffeetrinken gehen):
cd /c/gimp/gimp-2.6.9/ ./configure --disable-python make make install
Gestartet werden kann GIMP dann über die erzeugte Executable: C:\msys\1.0\local\bin\gimp-2.6.exe

Viel Spaß!
P.S.: Habe gerade darüber nachgedacht, dass man sich vielleicht einen Großteil der Hin- und Her-Kopiererei sparen kann, wenn man die PATH-Variable geschickt erweitert. Werde ich bei Gelegenheit mal überprüfen.
GPG und Entropie
Zur sicheren Schlüsselgenerierung braucht GPG Zufallsdaten, die bei einem Desktop-System durch Tastatureingaben und Mausbewegungen abgefragt werden. Auf einem Server, zu dem man meist nur über SSH verbunden ist, kann dies zu einem kleinen Problem werden, wenn folgende Meldung während der Schlüsselgenerierung auftaucht:
Es sind nicht genügend Zufallswerte vorhanden. Bitte führen Sie andere Arbeiten durch, damit das Betriebssystem weitere Entropie sammeln kann!
oder auf Englisch
Not enough random bytes available. Please do some other work to give the OS a chance to collect more entropy!
Im Extremfall kann es mehrere Stunden dauern, bis GPG dann endlich fertig wird. Beschleunigen lässt sich dies effektiv über folgende Befehle (Ubuntu oder Debian vorausgesetzt):
aptitude install rng-tools rngd -r /dev/urandom
Datei öffnen Sicherheitswarnung deaktivieren
Wer kennt sie nicht, die für erfahrene User durchaus lästigen Popups von Windows nach dem Download der Installationsdatei eines Programms:
Ja, ich will die Datei wirklich öffnen, deswegen habe ich sie doppelt angeklickt! Das Entfernen des Häkchens bei "Vor dem Öffnen dieser Datei immer bestätigen" löst dieses Problem auch nicht, da Programme häufig nur einmal installiert werden und bei neuen Downloads die Meldung natürlich erneut aufpoppt.
Das Deaktivieren der Meldung hat Microsoft sehr gut versteckt, wahrscheinlich um unerfahrene Nutzer davon abzuhalten, dieses in meinen Augen Pseudo-Sicherheitsfeature zu deaktivieren.
So geht`s (in Windows 7):
- Editor für lokale Gruppenrichtlinien aufrufen über Start -> gpedit.msc -> Enter
- Im linken Bereich Benutzerkonfiguration -> Administrative Vorlagen auswählen
- Bereich Windows-Komponenten -> Anlagen-Manager auswählen
- In der rechten Liste nun "Aufnahmeliste für Dateitypen mit niedrigem Risiko" auswählen
- Den dann erscheinenden Link "Richtlinieneinstellung bearbeiten" anklicken
- Im nun erscheinenden Dialog kann über den Radiobutton "Aktiviert" die Richtlinie aktiviert und bei Optionen die Endung ".exe" (ohne Anführungszeichen) eingegeben werden
- Nach dem Klick auf OK haben die nervigen Popups (zumindest bei .exe-Dateien) ein Ende - andere Dateitypen lassen sich analog hinzufügen
Ubuntu 10.04 Lucid Lynx: “unexpected exit with status 0×0009″
Bei der Installation der aktuellen Ubuntu Version 10.04 Lucid Lynx auf einem aktuellen Desktop PC kam es (unter anderem) zu folgender Fehlermeldung:
unexpected exit with status 0x0009
Auch das Ausprobieren der Live-CD klappte nicht.
Schuld daran ist mal wieder ein "Feature" der intern verbauten Intel Grafikkarte. PAVP (Protected Audio Video Path) nennt sich das Ganze:
to ensure a robust and secure content protection path for high-definition video playback including Blu-ray discs on the Microsoft Windows Vista* operating system (Quelle: Intel).
Ziemlich nutzlos also, vor allem wenn man Ubuntu installiert. Einfach im BIOS deaktivieren (PAVP Mode = Disabled setzen) und neustarten. Dann sollte es mit Testen bzw. Installieren von Ubuntu klappen.
rkhunter Warnungen abstellen
Wenn rkhunter auf Debian als täglicher Cronjob läuft, produziert er gegebenenfalls selbst bei einem sauberen System tägliche Warnmeldungen. Diese lassen sich nach Prüfung(!) durch folgende Einträge in der /etc/rkhunter.conf abstellen:
Warning: Found enabled inetd service: Beispielservice
INETD_ALLOWED_SVC=Beispielservice
Für den Beispielservice ist der jeweilige Service bzw. Pfad zum Service einzusetzen. In der rkhunter.conf befinden sich auch schon einige (auskommentierte) Beispiele.
Meckert rkhunter über veraltete Dateiversionen, obwohl man die Pakete und sein System dank Security Updates für aktuell genug hält, so lässt sich dieser Test über die Option DISABLE_TESTS mit dem Wert "apps" deaktivieren, was dann so aussehen kann:
ENABLE_TESTS="all"
DISABLE_TESTS="suspscan hidden_procs deleted_files packet_cap_apps apps"
Beschwert sich rkhunter über folgendes
Warning: Suspicious file types found in /dev:
/dev/shm/network/ifstate: ASCII text
so kann mit dem Eintrag ALLOWDEVFILE=/dev/shm/network/ifstate auch diese Warnung zum Schweigen gebracht werden. Grund für diese Fehlermeldung ist wohl die Änderung des Speicherortes von ifstate in den letzten Releases (laut XaraNet).
Windows 7 64Bit: HP Color LaserJet 2605dn
Nach der Installation von Windows 7 Professional 64Bit lief eigentlich fast alles problemlos: der Großteil meiner Hardware wurde erkannt und richtig konfiguriert.
Als es jedoch an die Installation meines Netzwerkdruckers HP Color LaserJet 2605dn ging, tauchte das erste Treiberproblem auf. In der Treiberauswahl von Windows 7 waren zwar nach einem Klick auf "Windows Update" im Bereich von HP zwar ein Treiber für 2605/2605dn/2605dtn PS verfügbar, nach dessen Installation aber die vorhandene Duplex-Einheit nicht genutzt werden konnte.
Eine kurze Recherche bei HP brachte die universellen Druckertreiber zum Vorschein:
Dank bisher guter Erfahrungen mit PCL6 unter Windows Vista x64 habe ich dann den "HP Universal Print Driver for Windows PCL6 x64" gewählt. Die Installation verlief zunächst problemlos, doch bei der Testseite kam das böse Erwachen: Druck in schwarz-weiß und das Duplex-Drucken wollte auch noch nicht so recht.
Der Ausweg aus dem Dilemma: Der Universal Print Driver ist schon der richtige, allerdings muss ihm umständlich manuell gesagt werden, was Sache ist:
Unter Geräte und Drucker -> HP Color LaserJet 2605dn (oder euer selbstgewählter Druckername) -> Drucker anpassen -> Geräteeinstellungen muss der Gerätetyp von "Automatische Erkennung" auf "Farbe" gestellt sowie Modul für beidseitigen Druck von "Nicht installiert" auf "Installiert" gestellt werden. Dann gibts beidseitigen Druck in Farbe und bunt
Daten verschlüsseln mit TrueCrypt
TrueCrypt ist ein äußerst empfehlenswertes Programm zur Verschlüsselung von Daten. Es verschlüsselt (System-)Laufwerke und -Partitionen oder legt verschlüsselte Dateicontainer an. Diese verschlüsselten Volumes können einfach als neue Laufwerke eingebunden und dann wie gewohnt verwendet werden.
Durch versteckte Volumes ist außerdem die Möglichkeit der glaubhaften Abstreitbarkeit gegeben.
Eine ausführliche Anleitung zur Installation und Erstellung eines verschlüsselten Volumes wird im Folgenden gegeben. Die Anleitung richtet sich an Windows-Nutzer, insbesondere für Download und Installation müssen von Linux- und MacOSX-Nutzern andere Schritte gewählt werden.
Download & Installation
Die jeweils aktuellste Version von TrueCrypt gibt es hier (momentan Version 6.2a).
Die heruntergeladene Datei wird ausgeführt, die Lizenzbedingungen mit einem Haken akzeptiert und die nach einem Klick auf "Next" folgende Option "Install" übernommen. Bei einem weiteren Klick auf "Next" können Installationspfad und verschiedene Optionen angepasst werden, werden zunächst aber wie voreingestellt belassen. Ein weiterer Klick auf "Install" führt nun die Installation durch.
Um das Programm einzudeutschen (optional), wird nun noch die passende Sprachdatei (Language Pack) heruntergeladen, sie findet sich hier. Wichtig ist dabei, dass die Sprachdatei mit der aktuellen Version von TrueCrypt kompatibel sein muss. Bei einem Update von TrueCrypt muss in der Regel auch die Sprachdatei aktualisiert werden!

Ein Klick auf "Download" läd die Sprachdatei herunter. Sie kann zum Beispiel mit dem hervorragenden kostenlosen Packprogramm 7-Zip entpackt werden. Die enthaltene Datei "Language.de.xml" muss dann in den Programmordner von Truecrypt kopiert werden, etwa (abhängig von der Windowsversion): C:\Programme\TrueCrypt, C:\Program Files (x86)\TrueCrypt oder C:\Program Files\TrueCrypt
Start & Konfiguration
TrueCrypt sollte nun sowohl im Startmenü als auch auf dem Desktop eine Verknüpfung angelegt haben, mit der sich das Programm starten lässt.

Jetzt sollte die englische Benutzeroberfläche erscheinen, wo wir zunächst einmal über Settings -> Language die Sprache umstellen.

Wenn die vorher beschriebene Installation der Sprachdatei erfolgreich war, sollte im nun folgenden Dialog "Deutsch" anwählbar sein. Eine Auswahl von Deutsch und ein anschließender Klick auf "OK" deutscht die Oberfläche sofort ein.
Nun geht es an die Erstellung eines einfachen Datei-Containers, der unsere verschlüsselten Daten beinhalten soll.

Im folgenden Dialog wählen wir den Datei-Container, da dieser sich am einfachsten erstellen und verwenden lässt.

Im nächsten Schritt wird der Typ des Volumes ausgewählt. Da wir zunächst einmal ein ganz einfaches Volume erstellen wollen, belassen wir es auch hier bei der Standardoption und klicken auf "Weiter".

Im nächsten Dialog geht es nun daran, einen Speicherort für das zu erstellende Volume anzugeben. Wichtig ist hierbei, dass keine existierende Datei ausgewählt wird. Diese würde einfach überschrieben und wäre unwiederbringlich verloren. Also ganz einfach einen neuen Dateinamen in einem beliebigen Ordner angeben. Zum komfortablen Einbinden per Doppelklick kann die Datei mit der Endung ".tc" versehen werden, der Dateiname lautet im Beispiel hier "Beispiel.tc", wobei die Datei direkt auf der Festplatte "C:\" liegt.

Im nächsten Schritt wird die Verschlüsselungsmethode ausgewählt. Über die Schaltfläche "Benchmark" kann ein Geschwindigkeitstest durchgeführt werden. Die eingestellten Werte bieten mit AES sowohl Sicherheit und Geschwindigkeit. Twofish kann dabei noch etwas schneller als AES sein, generell sollte sich die Wahl des Algorithmus aber nicht zu sehr auswirken. Viel wichtiger als der Algorithmus ist ein sicheres Passwort, welches später gesetzt wird.

Im folgenden Dialog kann nun die gewünschte Größe des Volumes angegeben werden. Diese muss je nach gewünschtem Dateisystem gewisse Bedingungen erfüllen. Da insbesondere für große Volumes NTFS zu empfehlen ist, müssen mindestens 2829KB als Volumegröße eingegeben werden. Bei heutigen Festplattengrößen spielt das aber keine wirkliche Rolle. Für das Beispiel wählen wir 10MB. Wichtig: Um ein Volume größer als 4GB zu erstellen, muss das Dateisystem, auf dem das Volume erstellt wird, mit NTFS formatiert sein!

Nun zum wichtigsten Teil, das Wählen eines sicheren Passworts, mit dem das Volume verschlüsselt wird (kann auch nach der Erstellung des Volumes geändert werden). Wichtig: Wenn Du dein Passwort vergisst, sind alle Daten im Volume unwiederbringlich verloren. TrueCrypt lässt sich ohne Passwort NICHT entschlüsseln (es sei denn, es ist so trivial wie "123456"). GUT MERKEN!
Ein sicheres Passwort besteht aus Sonderzeichen, Zahlen, Großbuchstaben, Kleinbuchstaben und ist im Idealfall länger als 20 Zeichen. Wörter, die sich in Wörterbüchern finden lassen, sollten dabei nicht verwendet werden. Je länger das Passwort, desto sicherer sind deine Daten. Stelle aber auch sicher, dass du das Passwort nicht vergisst (siehe oben)! Die Obergrenze für die Passwortlänge beträgt aktuell 64 Zeichen.

Zum finalen Schritt wird nun das Dateisystem ausgewählt, mit dem das zu erstellende Volume formatiert werden soll. Um große Dateien über 4GB zu unterstützen (macht im Beispiel mit einer Volumegröße von 10MB zwar nicht viel Sinn, aber die Größe ist auch nur beispielhaft gewählt), wählen wir das Dateisystem NTFS aus. Durch Bewegen des Mauszeigers im Fenster werden Zufallsdaten erzeugt, die für die Verschlüsselung benötigt werden. Der Klick auf Formatieren erstellt nun endgültig das Volume mit den gewünschten Optionen (Dauer abhängig von Volumegröße, kann bei vielen Gigabyte entsprechend lange dauern).

Jetzt sollte eine Meldung erscheinen "TrueCrypt-Volume erfolgreich erstellt." welche wir mit OK bestätigen. Den Assistenten im Folgedialog beenden wir, da wir jetzt gerade kein neues Volume erstellen wollen.
Einbinden & Trennen
Um das gerade erstellte Volume jetzt zu verwenden, muss es eingebunden werden. Die Auswahl den einzubindenden Datei-Container erfolgt dabei entweder über einen Doppelklick auf die Datei (falls diese die Endung .tc besitzt und TrueCrypt in der Installation mit der Endung .tc verknüpft wurde) oder über die beiden folgenden Möglichkeiten. In der Mitte des Dialogs lässt sich auch noch der gewünschte Laufwerksbuchstabe für die Einbindung auswählen, ansonsten wird der erste freie verwendet. Ein Klick auf "Einbinden" bringt nun den Passwort-Dialog zum Vorschein, in welchen das vorher gewählte Passwort eingegeben werden muss (und hoffentlich noch nicht vergessen wurde
).

Wenn das Passwort angenommen wurde, ist das Volume auf den vorher gewählten Laufwerksbuchstaben (oder eben den ersten freien, wenn keiner gewählt wurde) eingebunden.

Was bedeutet das jetzt? Im Arbeitsplatz bzw. Computer unter Vista befindet sich nun das neue Laufwerk (hier N:), mit dem wie gewohnt gearbeitet werden kann.
Die zu verschlüsselnden Dateien können nun einfach auf das Laufwerk kopiert/verschoben werden. Sobald die Arbeit mit dem Laufwerk beendet ist, wird es durch einen Klick auf "Trennen" in TrueCrypt getrennt und der Zugriff damit unterbunden. Ein erneuter Zugriff auf die Daten ist nur durch erneutes Einbinden unter Kenntnis des Passworts möglich.

Herzlichen Glückwunsch, Du kannst nun Deine Daten sicher verschlüsseln!
Nvidia Treiber Update und der schwarze Bildschirm
Ein Nvidia Grafikkarten-Treiber Update steht an und man befolgt brav alle Anweisungen:
- alten Treiber deinstallieren
- Computer neu starten
- neuen Treiber installieren
Einige Sekunden nachdem das übliche Gefasel und die Lizenzbedingungen abgenickt sind, wird der Bildschirm schwarz. Bei einem solchen Update ist ein kurzes Abschalten des Bildschirms doch normal...
Wenn allerdings zwei Minuten später der Bildschirm immer noch schwarz ist, bricht leichte Panik aus...
Dabei ist des Rätsels Lösung (leider nicht immer) denkbar einfach: der Nividia-Treiber sucht sich als primären Monitor leider oft den ausgeschalteten, aber angeschlossenen Fernseher o.ä. aus. Einfach anschalten und hoffentlich ein Bild sehen, aufatmen und das Update erfolgreich beenden.


